laatste zinnen (74)

door johan_velter

laatste zinnen_74

Ich lieβe alles hier, die Täler, die Hügel, die Pfade und die Eichelhäher aus dem Garten,
ich lieβe hier alles stehen und liegen, Himmel und Erde, Frühling und Herbst,
ich lieβe hier die hinausführenden Wege, die Nächte in der Küche, den letzten verliebten Blick und alle zu den Städten führenden Richtungen, die einen schaudern lassen,
ich lieβe hier die undurchdringliche Dämmerung, die sich aufs Land senkt, die Schwere, die Hoffnung, den Zauber und die Ruhe,
ich lieβe hier geliebtes und Nahes, alles, was mich bewegte, erschütterte, mich mit sich riss und erhob,
ich lieβe hier das Edle, das Wohlwollende, das Angenehme und das dämonisch Schöne,
ich lieβe hier jedes Knospen, jede Geburt und jedes Sein,
ich lieβe hier die Magie, das Rätsel, den Rausch der Weiten, Unerschöpflichkeiten und Ewigkeiten : denn
ich lieβe hier diese Erde und diese Sterne, denn ich nähme nichts von hier mit, denn ich habe in das hineingeblickt, was kommt, und ich brauche von hier nichts.

Lászlo Krasznahorkai, Die Welt voran, S. Fischer, 2015, vertaald door Heike Flemming

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